Hierarchische Unterschiede bei der Cloud-Nutzung

Hierarchische Unterschiede bei der Cloud-Nutzung

Eine Vielzahl der deutschen Unternehmen setzt bei der digitalen Transformation auf die Cloud. Über 50% der Unternehmen sieht einen positiven Zusammenhang zwischen der Nutzung von Cloud Services und der Digitalisierung der Organisation und interner Prozesse. Allerdings lassen viele leitende Angestellte ihre Mitarbeiter auf dem Weg in die Cloud zurück. Es herrschen deutliche hierarchische Unterschiede bei der Cloud-Nutzung.

Cloud so gefragt wie nie zuvor

Jedes fünfte deutsche Unternehmen plant bzw. überlegt aktuell die Einführung einer oder mehrerer Varianten der Cloud. Dies geht aus einer von Microsoft und der Faktor 3 AG beauftragten Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey unter 5.000 Beschäftigten hervor. Denn die Cloud ist nicht nur kosteneffizienter als unternehmenseigene Server, sie stärkt auch die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit. Angekommen ist die Cloud jedoch noch nicht überall. 54,5% der Angestellten geben an, aktuell keine Cloud Services zu nutzen

Unterschiede bei Cloud-Nutzung in Hierarchieebenen

Besonders interessant wird es, wenn man die Cloud-Nutzung in den unterschiedlichen Hierarchieebenen betrachtet. Bei den leitenden Angestellten geben nur 47,6% an, keine Cloud Services zu nutzen, während es bei Angestellten bereits 57,4% und bei ArbeiterInnen ganze 70% sind. 16,7% der Beschäftigten haben sogar gar kein Wissen darüber, wie und wo die Daten ihres Unternehmens überhaupt gespeichert werden. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Wissen über digitale Technologien in den höheren Unternehmensebenen liegt und die Angestellten in der Breite nicht erreicht. Dies betrifft auch das Wissen über die Anforderungen und Sicherheitsstandards der Cloud. Knapp ein Drittel der Beschäftigten, insbesondere ältere Angestellte und aus den unteren Hierarchieebenen, wissen nicht, was bei der Nutzung von Cloud Services wichtig ist.

Aufbau digitaler Kompetenzen in den Fokus rücken

Wie die Umfrage zeigt ist die Digitalkompetenz in deutschen Unternehmen längst noch nicht auf allen Ebenen angekommen und liegt oft bei den Führungskräften allein. Damit die digitalen Transformation erfolgreich ist, müssen jedoch alle Ebenen einbezogen werden. Es ist notwendig, dass Unternehmen den Aufbau digitaler Kompetenzen in den Fokus rücken und eine offene und flexible Digitalkultur etablieren. Hierzu zählen auch Weiterbildungen und lebenslanges Lernen. Aktuell bietet nur rund jeder Zweite Arbeitgeber Schulungen an oder ermutigt seine MitarbeiterInnen neue Technologien zu nutzen. Und dies obwohl 67% der Angestellten eine kontinuierliche Weiterentwicklung begrüßen. Wenn hier keine Veränderung eintritt ist die Gefahr groß, seine MitarbeiterInnen auf dem Weg in die digitale Zukunft zu verlieren und Potenziale für das eigenen Unternehmen ungenutzt zu lassen.

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